Frühe Komödie von Dino Risi, Pasquale Festa Campanile und Massimo Franciosa

Frühe Komödie von Dino Risi, Pasquale Festa Campanile und Massimo Franciosa
Initialzündung für die "Commedia sexy all'italiana"

Dienstag, 8. Mai 2012

Rocco e i suoi fratelli (Rocco und seine Brüder) 1960 Luchino Visconti


Inhalt: Nach dem Tod des Familienvaters, fährt die Familie Rapondi, bestehend aus den vier Brüdern Simone (Renato Salvatori), Rocco (Alain Delon), Ciro (Max Cartier) und Luca (Rocco Vidolazzi) sowie ihrer Mutter Rosaria (Katina Paxinou), von Süditalien nach Mailand, um dort an der Seite des ältesten Bruders Vincenzo (Spiros Focás) ein neues Leben anzufangen. Dieser wohnt dort schon einige Zeit und sie erhoffen sich von ihm eine Unterkunft und Arbeit. Doch Vincenzo reagiert überrascht, als seine Familie vor der Wohnung seiner zukünftigen Schwiegereltern steht, wo sie gerade seine Verlobung mit Ginetta (Claudia Cardinale) feiern.

Nachdem seine Mutter die Umstände erfahren hatte, reagiert sie verärgert und zwingt Vincenzo, sich um sie zu kümmern, wie es seine Aufgabe als Familienoberhaupt wäre. Vincenzo fügt sich, organisiert eine Unterkunft, nachdem er erfahren hatte, mit welcher Methode seine Familie später an eine anständige Stadtwohnung kommt, und nimmt seine Brüder Simone und Rocco mit zum Boxtraining. Dort werden die Verantwortlichen aufmerksam auf den schlagkräftigen Simone und bieten ihm einen Vertrag an…


Als die vier Brüder Simone (Renato Salvatori), Rocco (Alain Delon), Ciro (Max Cartier) und Luca (Rocco Vidolazzi) Parondi sowie ihre Mutter Rosaria (Katina Paxinou) aus Apulien am Mailänder Bahnhof ankommen, werden sie dort nicht erwartet. Im Gegenteil ist der älteste Sohn Vincenzo (Spiros Focás), der schon einige Zeit in Mailand lebt, überrascht, als seine Familie vor der Wohnung steht, wo er gerade mit der Familie von Ginetta (Claudia Cardinale) ihre gemeinsame Verlobung feiert. Was einen Moment zu einem Freudenausbruch führt, endet schnell in einem Eklat - Vincenzos Mutter ist erbost darüber, das ihr Sohn keine Trauer hinsichtlich des Todes seines Vaters zeigt und sie nicht zuvor gefragt wurde. Vincenzo ordnet sich dem Diktat seiner Mutter unter, die ihm auch den weiteren Umgang mit Ginetta verbietet, und folgt ihr in eine triste Kellerwohnung, in der die Familie kurz darauf unterkommt.

Läge Luchino Viscontis Intention nur in der Beschreibung des Zerfalls einer Familie aus dem ländlichen Raum Süditaliens, die auf Grund der dort herrschenden Armut und Arbeitslosigkeit gezwungen ist, nach Mailand auszuwandern - wie es häufig oberflächlich interpretiert wird - hätte er seinen Film nach wenigen Minuten beenden können. Dieser Zerfall zeigt sich schon in der ersten Szene des Films, worüber auch die von der Mutter erzwungene Rückkehr Vincenzos in den Familienkreis nicht hinweg täuschen kann. Nur wenig später wird er sich heimlich widersetzen. Darin eine Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen in der Großstadt und dessen Auswirkungen auf die Sozialisation zu verstehen, greift ebenfalls zu kurz, denn das setzte voraus, das ihre vorherige Situation intakt gewesen wäre. Doch der Familie ging es zuvor, auch als der Vater noch lebte, schlecht, wie vielen ihrer apulischen Landsleuten – Rocco erwähnt einmal, das Landarbeiter, die sich gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen auflehnten, im Gefängnis landeten.

Auf diese Zustände, im Grunde die Ursache für das Verlassen der Heimat, geht Visconti nicht näher ein. Zudem beschreibt er das Stadtleben ohne übertriebene Dramatik und vermittelt nie den Eindruck, als ginge es der Familie hier schlechter. Jeder der Brüder erhält seine Chance und selbst die ärmlichen Wohnverhältnisse stellen sich nur als Übergangsphase heraus. Dieser Aspekt ist von wesentlicher Bedeutung, denn anders als Pier Paolo Pasolini in „Accattone“ von 1961, wollte Visconti keine konkrete Kritik an menschenunwürdigen Verhältnissen üben, auch die Folgen der Industrialisierung und des damit einher gehenden Kapitalismus waren in Apulien nicht weniger deutlich hervorgetreten, sondern einen generellen Blick auf eine sich rasant verändernde Gesellschaft und deren Auswirkungen auf den Einzelnen werfen. Das er sich beispielhaft auf eine Familie aus Süditalien konzentrierte, ließ den Bruch zwischen einer Tradition, die Jahrhunderte überdauert hatte, und einer Gegenwart, die die Unterschiede in den Lebensformen zunehmend nivellierte, stärker hervortreten.

Auch in seinem nachfolgenden Film „Il gattopardo“ (Der Leopard, 1963) ging es um diese gesellschaftlichen Veränderungen, aber aus einem frühen, übergeordneten Blickwinkel heraus, während es sich bei den Mitgliedern der Familie Rapondi um das letzte Glied in dieser Kette handelt und damit um Menschen, deren Handeln unmerklich bestimmt wird. Der strenge Formalismus, mit dem Visconti seinen Film in fünf Kapitel aufteilte – jeweils einem Bruder gewidmet, dem Alter nach geordnet – weist darauf hin, das eine Reduzierung der Thematik auf das Schicksal heimatlos gewordener Menschen im industrialisierten Norden seinem generellen Gedanken nicht gerecht wird. Die häufig hergestellte Verbindung zum Stil des Neorealismus der 40er Jahre, ist nicht korrekt, sieht man einmal davon ab, dass der Film in der realen Gegenwart spielt. Nur zwei der fünf Brüder wurden von einem Italiener gespielt, die Darstellerin der Mutter ist Griechin – Viscontis Konzentration lag weder auf einem Naturalismus, noch auf der genauen Darstellung realer Lebensverhältnisse, sondern auf einem epischen Drama, das die emotionalen Auswirkungen des gesellschaftliche Wandels am Beispiel von fünf männlichen Prototypen demonstriert.


Vincenzo:

Als Erstgeborener wäre Vincenzo prädestiniert für die Hauptrolle gewesen, aber stattdessen nimmt er in Viscontis Film nur eine untergeordnete Funktion ein. Spätestens nach dem Tod des Vaters hätte er als Familienoberhaupt für den Schutz und die Versorgung der restlichen Familie sorgen müssen – so wie es Tradition in seiner südlichen Heimat war und wie es seine Mutter einfordert. Zwar bemüht er sich kurzfristig, den Brüdern zu helfen, stellt auch den Kontakt zu dem Boxstall her, der darauf hin Simone verpflichtet, und organisiert eine Unterkunft, aber darüber hinaus gilt sein Augenmerk dem eigenen Leben. Die Beziehung zu Ginetta und die Akzeptanz ihrer Familie hatte er sich schon vor der Ankunft seiner Familie in Mailand erworben und auch seine Mutter kann ihn nicht davon abbringen.

Visconti widmet seinem weiteren Lebensweg nur wenige Szenen, ohne diese inhaltlich zu vertiefen. Von eventuellen Problemen erfährt der Betrachter nichts – die Hochzeit und die Geburt zweier Kinder erzeugen das Bild eines funktionierenden bürgerlichen Lebens. Er hält zwar weiterhin verlässlich Kontakt zu seiner Familie, aber ohne seine traditionelle Rolle einzunehmen, was sich im Konflikt zwischen Simone und Rocco offenbart, in den er sich nicht einmischt. Visconti betrachtete seine Entwicklung keineswegs kritisch, sondern zeigt in seiner Figur auch die Vorteile einer individualisierten Gesellschaft. Als seine Mutter Rosario mit der ihr üblichen Vehemenz und Theatralik von ihm die Rolle als Familienoberhaupt einfordert, spürt man die Last dieser Verantwortung. Die Veränderung hin zu einer modernen Gesellschaft, auch unter dem Diktat einer Leistungsgesellschaft, hätte nicht funktioniert, wenn nicht gleichzeitig auch Freiräume entstanden wären.


Simone:

Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder, steht lange Zeit Simone im Mittelpunkt der Handlung. Als Zweitältester nicht im gleichen Maße mit Verantwortung für die Familie belastet, gesteht ihm seine Mutter, da er sich zudem als der talentierteste Boxer unter den Brüdern herausstellt, den Freiraum zu, sich auszuleben. Das er später zu einer tragischen Figur wird, ließe ihn leicht als Opfer der Verhältnisse anzusehen – ein unerfahrener, naiver Junge vom Land, der zuerst den Verlockungen der Großstadt erliegt, um später an deren harten Regeln zu scheitern. Doch Visconti interessiert dieses Klischee nicht, sondern entwickelt seine Figur komplex im Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne.

Sein plötzlicher Erfolg beim Boxen und die Aussicht auf Wohlstand, erzeugt bei Simone natürlich eine gewisse Erwartungshaltung, aber für eine solche Konstellation bräuchte es keinen Jungen vom Land – auch andere Charaktere könnten die Bodenhaftung verlieren. Zudem verzichtet der Film auf jede plakative Zuspitzung – weder der Trainer, noch sein Promoter sind unanständige oder besonders eigennützige Charaktere. Im Gegenteil leiden sie unter Simones fehlender Ernsthaftigkeit, der sich nur schwerlich zu einem disziplinierten Leben und dauerhaftem Training durchringen kann. Visconti zeichnet Simone als einen unsteten, fragilen Charakter, dessen Begegnung mit der Prostituierten Nadia (Annie Girardot), die auf der Flucht vor einem Freier zufällig in der Kellerwohnung der Parondis auftaucht, erst die eigentliche Konfrontation auslöst.

In der Figur der Nadia kulminiert das Drama in „Rocco e i suoi fratelli“, denn ihre offensive Sexualität und ihr spielerischer Umgang damit, trifft auf einen noch tief in den traditionellen Geschlechterrollen verhafteten Mann, der einerseits fasziniert ist, andererseits ihre Signale nicht begreift. Simone, der sich in sie verliebt, interpretiert ihr Verhalten als Entgegenkommen, da er ihre Sexualität stärker deutet, als ihre Sprache. Aber zur Katastrophe kommt es erst, als er, obwohl er sie zu diesem Zeitpunkt fast zwei Jahre nicht mehr gesehen hatte, erfährt, das sie mit seinem Bruder Rocco zusammen ist. Visconti entwickelt ein klassisches Liebesdrama, das sich noch steigert, als Rocco auf die Beziehung mit ihr zugunsten seines Bruders verzichtet – und Nadias Gefühle damit enttäuscht.

Zu einer ähnlichen Auseinandersetzung zwischen den Brüdern wäre es in Apulien wahrscheinlich nicht gekommen, aber nur, weil die traditionellen Verhaltensregeln eine solche Konstellation von vornherein verhindert hätten. In der Gegenwart der Großstadt waren viele dieser Regeln verloren gegangen, aber Viscontis Intention lag nicht in der Konservierung alter Muster, sondern in der Kritik an der neuen Leistungsgesellschaft. Es ist nicht Simone, der diesen Zustand symbolisiert, denn er reagiert noch archaisch, nicht fähig, sich anzupassen, sondern Nadia. Sie ist eine Verlorene, einerseits in der Gegenwart angekommen, deren Vorteile sie zu genießen scheint, sprachlich und sexuell emanzipiert, aber ohne echten Halt, weshalb sie sich in den Mann verliebt, der ihr dieses Gefühl vermitteln kann.


Rocco:

Als mittlerer Bruder bleibt Rocco lange Zeit unscheinbar, wird auch beim Boxen nicht entdeckt, arbeitet in einer Wäscherei und geht, als es dort Ärger mit seinem Bruder Simone gibt, zum Militär. Alain Delon wirkt in seiner Rolle anfangs fast einfältig, sprachlich langsam und ohne besondere Energie, aber mit der Zeit wird deutlich, das er das eigentliche Zentrum der Familie ist und Derjenige, der am stärksten mit seiner Heimat verwurzelt bleibt. Das er sich auch in Nadia verliebt, als er sie nach seinem Militärdienst zufällig wieder trifft, liegt an ihrem vollständig anderen Verhalten ihm gegenüber. Offen berichtet sie ihm von ihrer Gefängnisstrafe und ebenso ehrlich ist sie in ihren Gefühlen.

Rocco wirkt auch in der Großstadt geerdet, nie seine inneren Prinzipien verratend und diszipliniert in seinem Verhalten. Als Simones Trainer, entnervt von dessen Eskapaden, Rocco erneut boxen sieht, fällt ihm dessen Talent erstmals auf. Er erfährt, dass der junge Mann seine Zeit beim Militär für intensives Training genutzt hatte, und empfiehlt ihn weiter. Das sie seinen Bruder statt ihn fördern, interessiert Simone, der zuletzt nur noch verloren hatte, scheinbar nicht mehr, erst dessen Beziehung zu Nadia lässt alle inneren Verletzungen aus ihm herausbrechen.

Doch für Rocco gelten weiterhin die Ideale der Familie, weshalb er Simone, trotz dessen gewalttätigen Ausbruchs, verzeiht und auf Nadia verzichtet. Zunehmend wird deutlich, dass Rocco zur eigentlichen tragischen Figur wird, dessen Anstand ihn in die Abhängigkeit treibt und die junge Frau, die bei ihm Halt fand, zerstört. Simones Entwicklung zum Verbrecher, der sich trotz des Verhaltens seines Bruders nicht versöhnlich zeigt, den äußeren Umständen anzulasten, wäre dagegen verfehlt, denn er hatte unter den Brüdern die besten Voraussetzungen. Viel mehr vermittelt Visconti, das Roccos Festhalten an den erlernten Regeln seiner Heimat und sein soziales Verhalten innerhalb der Familie nicht mehr zeitgemäß sind. Sein fehlender Egoismus kehrt sich gegen ihn.


Ciro:

Als Zweitjüngster kann sich Ciro im Schatten der großen Brüder unauffällig entwickeln. Er, noch jugendlich bei der Ankunft in Mailand, macht eine Ausbildung bei Alfa Romeo, und bekommt danach einen Job in deren Motor-Fabrik. Äußerlich ähnelt sein solides Leben dem seines ältesten Bruders Vincenzo - auch er steht kurz davor, eine Familie zu gründen - aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Vincenzo war noch ein Einwanderer aus dem Süden, Ciro ist schon ein Teil der Großstadt.

Lange Zeit kommt Ciro in Viscontis Film nur am Rande vor, aber im letzten Drittel wird er zu einer bestimmenden Figur. Im Gegensatz zu Vincenzo, der sich aus allem raus hält, mischt sich Ciro ein und bietet Simone Geld dafür, das er Mailand verlässt und die Familie in Ruhe lässt. Anders als Rocco, der alles versucht, Simone wieder zurückzuholen, denkt Ciro pragmatisch. Die Familie ist für ihn ein Konstrukt, das funktionieren soll. Sein Selbstbewusstsein zieht er aus seinem beruflichen Fortkommen, nicht erkennend, das er nur ein kleiner Arbeiter in einem großen Betrieb ist, der als Teil einer Schicht von Sirenen zur Arbeit gerufen wird.

An der Figur des Ciro zeigt sich erneut, dass nicht die dramatischen Ereignisse um Simone die eigentliche Intention Viscontis transportieren, sondern die scheinbaren Nebenfiguren. In Ciro hat sich schon die Haltung der modernen Leistungsgesellschaft manifestiert, einer allgemeinen Effektivität verpflichtet, aber ohne den Verlust der eigenen Identität noch zu bemerken. Auch dahinter verbirgt sich eine Tragik, aber keine, die Ciro noch selbst spürt.


Luca:

Der jüngste Sohn, zum Ende des Films immer noch ein Kind, funktioniert vor allem als Projektionsfläche für seine Brüder. Fälschlicherweise wird in einigen Texten behauptet, Luca ginge wieder in seine apulische Heimat zurück, aber tatsächlich drücken seine Brüder nur die Hoffnung aus, dass er später einmal zurückkehren wird. Dahinter verbergen sich der Wunsch nach besseren Lebensverhältnissen und die Rückkehr zu alten Traditionen, aber Visconti macht kein Geheimnis daraus, das es bei der Hoffnung bleiben wird. Luca wird einen ähnlichen Weg gehen wie Ciro.


Betrachtet man die Reaktionen auf „Rocco e i suoi fratelli“ im Jahr seines Erscheinens, erstaunt die Beurteilung als besonders pessimistisches Werk, weshalb auch in der deutschen Fassung Szenen entfernt wurden, die diesen Charakter noch betonten. Erklärbar wird das durch den Zeitkontext, denn Anfang der 60er Jahre befanden sich viele Menschen in einer ähnlichen Situation wie die Rapondi-Brüder - voller Hoffnung auf eine Zukunft, die Wohlstand und Glück versprach, gleichzeitig aber noch in ihren Traditionen verhaftet. Viscontis analytischer Blick, der ohne Übertreibungen auskommt, wirkt aus heutiger Sicht nur noch realistisch – die hier beschriebenen Zustände sind schon lange Normalität.

Nicht überraschend ist dagegen der Erfolg des Films im Kino, denn trotz seiner formalen Strenge, entwickelte Visconti einen komplex angelegten Film, der mit seiner Vielfalt die beinahe dreistündige Laufzeit mühelos füllt, jede Entwicklung seiner Protagonisten emotional nachvollziehbar werden lässt und von großer Spannung bleibt. „Rocco e i suoi fratelli“ ist ein Paradebeispiel eines Film, der eine Geschichte zu erzählen hat, die unterhält und mitreißt, gleichzeitig aber auch eine innere Haltung vermittelt.

"Rocco e i suoi fratelli" Italien 1960, Regie: Luchino Visconti, Drehbuch: Luchino Visconti, Suso Cecchi d'Amico, Darsteller : Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Katina Paxinou, Claudia Cardinale, Laufzeit : 169 Minuten

weitere im Blog besprochene Filme von Luchino Visconti:

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Der Name "L'amore in città" bezieht sich auf einen Episoden Film aus dem Jahr 1953, der erstmals Regisseure in Italien dazu brachte, ihre extra dafür geschriebenen und gedrehten Kurzfilme zu einem Gesamtwerk zu vereinen. Der Episodenfilm steht symbolisch für eine lange, sehr kreative Phase im italienischen Film, die in vielerlei Hinsicht stilbildend für die Kunstform Film wurde. Die intensive Genre-übergreifende Zusammenarbeit unter den Filmschaffenden war eine wesentliche Grundlage dafür.