In Erinnerung an Tomas Milian, gestorben am 22.03.2017

Samstag, 16. Juli 2016

Le streghe (Hexen von heute) 1967 Luchino Visconti, Mauro Bolognini, Pier Paolo Pasolini, Franco Rossi, Vittorio De Sica

Gloria (Silvana Mangano) mit ihrer Freundin (Annie Girardot)
Inhalt: Episode 1: "La strega bruciata viva" (Hexen verbrennt man lebendig) – Regie Luchino Visconti
Mit Sonnenbrille und Kopftuch unkenntlich gemacht, steht überraschend Gloria (Silvana Mangano) vor der Tür ihrer alten Freundin Valeria (Annie Girardot), die in den österreichischen Alpen ein mondänes Hotel führt. Die berühmte Schauspielerin will anonym bleiben und bittet Valeria um Unterschlupf für ein paar Tage. Großzügig gewährt sie Gloria ihre eigenen Räume, sorgt aber dafür, dass die anderen Gäste erfahren, wer gerade angekommen ist…

Dem Unfallopfer (Alberto Sordi) geht es schlecht
Episode 2 „Senso civico“ (Praktische Hilfsbereitschaft) – Regie Mauro Bolognini
Als noch alle um den bei einem Unfall schwer verletzten Elio Ferocci (Alberto Sordi) herumstehen, übernimmt eine energische Frau (Silvana Mangano) die Initiative. Sie lässt ihn auf die Rückbank ihres Autos laden und rast durch den Stadtverkehr Roms in Richtung Krankenhaus. So glaubt zumindest der jammernde Ferocci…

Objekt der Begierde für Vater und Sohn - die taubstumme Assurdina
Episode 3: „La terra vista dalla luna“ (Die Erde vom Mond betrachtet) – Regie Pier Paolo Pasolini
Weinend stehen Vater (Totò) und Sohn (Ninetto Davoli) am Grab der verstorbenen Ehefrau und Mutter, was sie aber nicht davon abhält, schnell Ersatz für sie zu suchen. Nur Einigkeit muss zwischen ihnen bestehen. Ihre ersten Annäherungsversuche scheitern, aber als überraschend die zwar taubstumme, aber schöne Assurdina Cai (Silvana Mangano) in eine Ehe einwilligt, scheint das Glück vollkommen…

Sie will Rache
Episode 4 „La Siciliana“ (Die Sizilianerin) – Regie Franco Rossi
Als der Vater (Pietro Tordi) seine Tochter (Silvana Mangano) dabei ertappt, wie sie auf ein Teigmännchen einsticht, ahnt er schon Böses. Er drängt sie, mit der Sprache herauszurücken. Und mit jedem ihrer Worte wächst seine Wut…


Szenen einer Ehe (Clint Eastwood und Silvana Mangano)
Episode 5: "Una sera come un altre" (Ein Abend wie jeder andere) – Regie Vittorio De Sica
Wie jeden Abend kommt Carlo (Clint Eastwood) von seinem Bürojob nach Hause und sieht in das unzufriedene Gesicht seiner Ehefrau (Silvana Mangano), die gelangweilt ist von ihrem gemeinsamen Alltag. In ihren Träumen erlebt sie aufregende Abenteuer und Liebesszenen, aber Carlo holt sie mit wohlgesetzten Argumenten in die Realität zurück… 


Anlass und Motivation für meinen Blog über den italienischen Film war der Episodenfilm - ersichtlich schon am gewählten Titel. Mich faszinierte die Genre- und Ressort-übergreifende Zusammenarbeit unter den italienischen Filmschaffenden, die seit den 40er Jahren ein Netz an Querverbindungen und Beeinflussungen entstehen ließen, das entscheidend zur Qualität und Vielfalt des italienischen Films bis in die frühen 80er Jahre beigetragen hat. Der Episodenfilm - besonders in seiner intensiven 60er Jahre-Phase - ist für mich äußerer Ausdruck dieser inneren Abläufe.

Meinen Essay über den Episodenfilm "L'amore in città und die Folgen" schrieb ich folgerichtig kurz nach der Eröffnung meines Blogs, um mein Engagement in diese Richtung bald wieder ruhen zu lassen. Groß war die Anzahl an Beteiligten und Verbindungen, schwer einschätzbar blieb die Position der Filme im gesellschaftspolitischen, wie künstlerischen Zeitkontext. Erst die intensive Auseinandersetzung mit der "Commedia all'italiana", besonders hinsichtlich der Entwicklung in Richtung der "Commedia sexy" in den 60er Jahren ließ mein Interesse am Episodenfilm - auch dank dessen unmittelbarer Nähe zum Zeitgeist - wieder aufleben. Meinen Essay habe ich entsprechend überarbeitet und möchte ihn an dieser Stelle nochmals ausdrücklich empfehlen.


(Episode 1) Fütterung der Raubtiere - der "Hexentanz" beginnt...
"Le streghe" (Hexen von heute) klingt nach Feminismus, Sex und Revolution, zumindest nach Widerstand gegen die konservativen bürgerlichen Moralvorstellungen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Protagonistin der ersten Episode "La strega bruciata viva" (Hexen verbrennt man lebendig) - die Einzige, in der das "Hexen"- Motiv konkret auftaucht - wird schnell von der Realität eingeholt. In der letzten Episode "Una sera come un altre" (Ein Abend wie jeder andere) ergibt sie sich in ihr Schicksal als Hausfrau und Mutter im Ehealltag. Zu den Credits des Abspanns sieht man in ihr von Fantasien verklärtes Gesicht, begleitet von einer hollywoodesken Orchestermusik. Kein Vergleich zu Piero Piccionis "Hexentanz", mit dem der Film beginnt - es hatte sich ausgetanzt.

...wieder besänftigt und fügsam (Episode 5)
Das galt auch für den Episodenfilm. In den folgenden drei Jahren kamen zwar noch vereinzelte Vertreter dieser Genre-Form heraus - nicht zufällig unter Mitwirkung von vier der fünf an "Le Streghe" beteiligten Regisseure Franco Rossi, Mauro Bolognini, Pier Paolo Pasolini und Vittorio De Sica - aber gemessen an den 15 Episodenfilmen der Jahre 1964 bis 1966 war der Zenit überschritten (siehe den Essay "L'amore in città und die Folgen"). Auch "Le streghe" war schon ein Auslaufmodell. Thematisch steht er am Ende einer Phase, beginnend mit "Boccaccio '70" (1962), in der der Episodenfilm zum wichtigsten Vehikel für die sexuelle Liberalisierung im italienischen Film - besonders in Richtung "Commedia sexy all'italiana"- wurde und in Co-Produktionen auch den deutschsprachigen Erotik-Film beeinflusste ("L'amore difficile" (Erotika, 1962)).

Die neue Rolle der Frau in der Gesellschaft und nicht zuletzt die damit einhergehenden Veränderungen moralischer Standards ließen sich in respektloser Form leichter in Kurzfilmen auf die Leinwand bringen - Verbote, Kürzungen und Kritik blieben zwar nicht aus, verteilten sich aber auf viele Schultern. Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass das heute für die sexuelle Revolution signifikant betrachtete Jahr 1968 nicht am Anfang, sondern am Ende einer langjährigen Entwicklung stand, dann der Film "Le streghe". Von der Aufbruchstimmung der frühen 60er Jahre, als Themen wie weibliche Promiskuität, Sexualität vor der Ehe oder Seitensprung noch lustvoll provokativ zelebriert wurden, verbunden mit dezenten Nacktdarstellungen, ist hier nichts mehr zu spüren. Gescheiterte Ehen, Affären oder freizügige Sexualität sind längst Realität, doch in der Köpfen hatte sich nur wenig geändert.

Nach „La mia signora“ (1964) spielte Silvana Mangano in „Le streghe“ erneut in allen Episoden die weibliche Hauptrolle, die aber nicht die Homogenität des Vorgängers aufweisen. Genauer betrachtet handelt es sich um drei längere, thematisch relevante Filme, jeweils unterbrochen von sehr kurzen Beiträgen von Mauro Bolognini (Episode 2 „Senso civico“ (Praktische Hilfsbereitschaft)) und Franco Rossi (Episode 4 „La Siciliana“ (Die Sizilianerin)). An deren Zustandekommen waren mit Agenor Incrocci, Furio Scarpelli und Luigi Magni zwar drei prägende Autoren der „Commedia all’italiana“ beteiligt, doch mit der „Hexen“-Thematik hatten sie auch im weit gefassten Sinn wenig zu tun.

Bologninis Episode über eine rücksichtslose Autofahrerin, die einen Schwerverletzten (Alberto Sordi) mitnimmt, nur um unter dem Vorwand, ihn in ein Krankenhaus zu transportieren, schneller durch den dichten Verkehr Roms zu ihrem Date zu gelangen, hätte besser in Dino Risis "I mostri" (1963) gepasst. Nicht zufällig griff Alberto Sordi, diesmal als Fahrer eines Unfallopfers, in "I nuovi mostri" (Viva Italia!, 1977) diese Thematik wieder auf. Rossis „La Siciliana“ ist dagegen ein wiederholter Beitrag zum archaischen Rollen-Verständnis in Süditalien. Erneut genügt die Andeutung einer Schönen, um eine tödlich endende Fehde auszulösen. Keine besondere Bereicherung, wäre da nicht der altmodische Gestus der Episode, der ein wenig an Silvana Manganos frühe Rolle in "Riso amaro" (Bitterer Reis, 1949) erinnert, der seinen Ruhm nicht zuletzt ihrer erotischen Ausstrahlung verdankte. Damals auch wegen der freizügigen Kleidung der Arbeiterinnen im Reisfeld eine Sensation, ist knapp 20 Jahre später der Reiz verflogen – besonders in den Rahmen-Episoden von Luchino Visconti und Vittorio De Sica.


Episode 1: "La strega bruciata viva" (Hexen verbrennt man lebendig)

Viscontis Film nach einem Drehbuch von Cesare Zavattini lässt sich auch als ironischer Kommentar auf Silvana Manganos Ehe mit dem Produzenten Dino De Laurentiis verstehen, denn die Story über die berühmte Filmschauspielerin Gloria, die ein paar Tage im verschneiten Kitzbühel den Zwängen ihres alles kontrollierenden Ehemanns entkommen will, besitzt naheliegende Parallelen. Mehr noch wirkt die Episode aus heutiger Sicht wie ein Vorbote auf Viscontis „Deutsche Trilogie“, die 1969 mit "La caduta degli dei" (Die Verdammten) ihren Anfang nahm. Helmut Berger, der darin seine erste Hauptrolle unter Viscontis Regie spielte, hatte hier einen kleinen Auftritt als Hotel-Angestellter. Er spricht deutsch, so wie sich im mondänen Hotel von Valeria (Annie Girardot) dank der internationalen Gäste auch französische und englische Klänge ins Italienische mischen. Für Visconti eine ideale Ausgangssituation, um den versammelten Geldadel genüsslich zu sezieren.

Katalysator ist das Eintreffen von Gloria, die versucht anonym bei ihrer alten Freundin Valeria unterzukommen. Ein von Beginn an hoffnungsloses Unterfangen, denn die Hotel-Chefin nutzt Glorias Berühmtheit ungeniert als Attraktion für ihre Gäste. Die halten sich auch nicht lange zurück, um über ihre Herkunft zu lästern, ihr Aussehen zu kommentieren oder, wie ein englischer Industrieller (Leslie French) ihr zuflüstert, sie als Produkt anzusehen. Höhepunkt ist ein erotischer Tanz zur „Hexentanz“-Musik, denn Gloria hatte eine Wette gegen eine junge Französin verloren, gespielt von Veronique Vendell, damals im italienischen und deutschen Erotik-Film („Urlaubsreport - Worüber Reiseleiter nicht sprechen dürfen“ (1971)) gern besetzter blonder Blickfang. Selbstverständlich betonen alle Frauen nach außen hin Glorias Schönheit, so wie die Männer ihr den Hof machen (darunter Viscontis langjähriger Weggefährte Massimo Girotti ("Ossessione" (1942)), ehrlich ist Niemand zu ihr.

Getoppt werden sie aber alle von der Hotelchefin, die mit erfrischender Eloquenz und guter Laune gnadenlos ihre Freundin hintergeht. Dass Gloria der Star sein soll, ist dagegen kaum zu bemerken. Die Gäste treiben sie wie einen Spielball vor sich her, bis eine Gesandtschaft ihres Mannes eintrifft, um sie - frisch vom Maskenbildner zurecht gemacht - vor der versammelten Journaille mit dem Hubschrauber zurückzuholen. Mit einer Hexe eint sie ihre Außenseiterposition in der Gesellschaft, für die sie einen hohen Preis zahlen muss. Nach außen selbstbestimmt und erfolgreich wirkend, steht sie tatsächlich unter totaler Kontrolle. Die Emanzipation erweist sich als Trugschluss – eine These, die Zavattini in anderer Form in der fünften Episode wiederholte.


Episode 5: "Una sera come un altre" (Ein Abend wie jeder andere)

Dass Clint Eastwood in einem italienischen Episodenfilm als männlicher Co-Partner auftrat, erscheint aus heutiger Sicht ungewöhnlich, lässt aber vergessen, dass Eastwood seinen Ruhm dem italienischen Film verdankte – „Le streghe“ kam nur wenige Wochen nach seinem dritten Sergio-Leone-Western „Il buono, il brutto, il cattivo“ (Zwei glorreiche Halunken, 1966) in die Kinos. Seine Besetzung in „Le streghe“ verdankte Eastwood zudem seiner US-amerikanischen Herkunft, denn er steht hier für den modernen Typus Mann: ein gut verdienender Angestellter, der mit Frau und Kindern in einer zweckmäßig eingerichteten Wohnung lebt. Zusätzlich betont wird der Einfluss des „American way of life“ durch die Optik von Ehefrau Giovanna (Silvana Mangano), mehr noch spiegelt er sich in ihren Fantasien wider.

In einer den gleichförmigen Alltag kontrastierenden Parallelhandlung spielen sich vor Giovannas geistigem Auge filmreife Szenen ab – romantische Liebe, Superhelden-Comic, Striptease in einem mit Männern besetzten Stadion. Da darf Clint Eastwood aus Eifersucht auch wieder zur Pistole greifen. In der Realität erweist er sich dagegen als ruhiger Zeitgenosse, dessen mit wohlgesetzten Argumenten vorgetragene Botschaft unmissverständlich ist: Liebe, Sex, Freiheit – gerne, man ist schließlich modern. Aber alles zu seiner Zeit. Von Hexen ist da wenig zu sehen - ein kurzer Moment der Auflehnung endet in der Anpassung. Natürlich aus Liebe. Aus heutiger Sicht überrascht es, wie fatalistisch Zavattini 1967 die Situation der Frauen betrachtete, in der Umsetzung blieb die De Sica-Episode aber trotz ihrer fantastischen Ebene konventionell.


Episode 3: „La terra vista dalla luna“ (Die Erde vom Mond betrachtet)

Für den realen Irrsinn war Pier Paolo Pasolini in der zentralen Episode zuständig, deren märchenhafte Anmutung vordergründig nicht zu den übrigen Stories passen will. Den Komiker Totò hatte der Regisseur erst kurz zuvor erstmals in „Uccellacci e uccellini“ (Große Vögel, kleine Vögel, 1966) besetzt, um noch bis zu dessen Tod im April 1967 zwei Kurzfilme mit ihm zu drehen. „Che cosa sono le nuvole?" kam erst mehr als ein Jahr später im Rahmen des Episodenfilms „Capriccio all‘italiana“ (1968) in die Kinos. Immer an Totòs Seite stand der damals noch nicht 20jährige Ninetto Davoli, der bis in die 70er Jahre an beinahe allen Pasolini-Filmen beteiligt war. Auch Silvana Mangano gehörte nach „La terra vista dalla luna“ zu Pasolinis bevorzugten Darstellern und übernahm in seinen zwei folgenden Kinofilmen „Edipo re“ (Bett der Gewalt, 1967) und „Teorema“ (Teorema – Geometrie der Liebe, 1968) die weibliche Hauptrolle.

„La terra vista dalla luna“ ist entsprechend individuell, ganz Pasolini. Motive der klassischen „Commedia dell’arte“, für die der Neapolitaner Totò und die puppenhaften Kostüme sorgen, mischte er mit einer Reminiszenz an den Stummfilm mit beschleunigten Bildern, Slapstick und kommentierenden Texttafeln. Entscheidend ist aber, dass die weibliche Hauptfigur taubstumm ist und man sich nur per Gebärde mit ihr verständigen kann. Assurdina Caì (Silvana Mangano) soll nach dem Tod der Ehefrau dem Vater (Totò) und Sohn (Ninetto Davoli) die Geliebte, Hausfrau und Mutter ersetzen. Selbstverständlich nur wenn Einigkeit unter den Männern besteht, was angesichts der Schönen nicht schwerfällt, die sogleich nach der Hochzeit ihre triste Baracke schmückt. Prekäre Verhältnisse gehörten ebenso zu Pasolinis Film-Kosmos wie die Unfähigkeit, sich mit dem unverhofften Glück nicht begnügen zu können, das Vater und Sohn in Person von Assurdina Cai zufällt. Erneut scheinen die Männer gezwungen, sich eine neue Frau suchen zu müssen, aber diese erweist sich als zäher als erwartet.

Pasolinis tragikomisches Possenspiel ist voller Poesie und absurder Einfälle, brachte aber die Thematik der Geschlechterrollen und damit die Intention des Episodenfilms auf den Punkt. Ob alt oder jung, rückwärtsgewandt oder fortschrittlich, in den Köpfen der Männer hatte sich nichts geändert. Parallel zu den gesellschaftspolitischen Ereignissen der späten 60er Jahre steht „Le streghe“ am Wendepunkt einer Entwicklung in Richtung einer stärkeren politischen Ausrichtung, wie sie auch in den wenigen späten Episodenfilmen festzustellen ist ("Amore e rabbia" (Liebe und Zorn, 1969)). Für die erotische Komödie bedeutete das kein Ende. Im Gegenteil startete diese dank der zunehmenden Liberalisierung erst richtig durch, verlor aber zunehmend ihre gesellschaftskritische Relevanz zugunsten einer allein auf die sexuelle Komponente beschränkte Sichtweise.

"Le streghe" Italien, Frankreich 1967, Regie: Luchino Visconti, Pier Paolo Pasolini, Vittorio De Sica, Franco Rossi, Mauro Bolognini, Drehbuch: Cesare Zavattini, Luigi Magni, Agenor Incrocci, Furio Scarpelli, Pier Paolo Pasolini, Mauro Bolognini, Fabio Carpi, Franco Rossi, Darsteller : Silvana Mangano, Alberto Sordi, Clint Eastwood, Totò, Ninetto Davoli, Annie Girardot, Francisco Rabal, Massimo Girotti, Clara Calamai, Veronique Vendell, Marilù Tolo, Helmut Berger, Laura Betti, Laufzeit : 102 Minuten 

weitere im Blog besprochene Filme von Luchino Visconti:
"Rocco e i suoi fratelli" (1960)
"Boccaccio '70" (1962)
"Il gattopardo" (1963)
"Vaghe stelle dell'orsa" (1965)
"Lo straniero" (1967)
"La caduta degli dei" (1969)
"Morte a Venezia" (1971) 
"L'innocente" (1976) 

weitere im Blog besprochene Filme von Mauro Bolognini :

"Le bambole" (1965)
"Le fate" (1966)
"Imputazione di omicidio per uno studente" (1972)

weitere im Blog besprochene Filme von Pier Paolo Pasolini :

"Accattone" (1961)
"Amore e rabbia" (1969)
"Salò e le 120 giornate di Sodoma" (1975)

weitere im Blog besprochene Filme von Franco Rossi :

"Tre notti d'amore" (1964)
"Le bambole" (1965)

weitere im Blog besprochene Filme von Vittorio De Sica:

"Ladri di biciclette" (1948)
"Miracolo a Milano" (1951)
"Umberto D." (1952)
"Stazione Termini" (1953)
"L'oro di Napoli" (1954)
"Il tetto" (1956)
"La ciociara" (1960)
"Boccaccio '70" (1962)
"I sequestrati di Altona" (1962) 
"Il boom" (1963)
"Ieri, oggi, domani" (1963)

Der Name "L'amore in città" bezieht sich auf einen Episoden Film aus dem Jahr 1953, der erstmals Regisseure in Italien dazu brachte, ihre extra dafür geschriebenen und gedrehten Kurzfilme zu einem Gesamtwerk zu vereinen. Der Episodenfilm steht symbolisch für eine lange, sehr kreative Phase im italienischen Film, die in vielerlei Hinsicht stilbildend für die Kunstform Film wurde. Die intensive Genre-übergreifende Zusammenarbeit unter den Filmschaffenden war eine wesentliche Grundlage dafür.